Teure Schwimmkurse in Linz: 186 Euro in der Stadt vs. Landesschwimmkurs um 90 Euro. Beim Land muss man aber nur 25 Euro Selbstgehalt bezahlen.

Aussendung Amt der Oö. Landesregierung

Landeshauptmann-Stv. und Familienreferent Dr. Manfred Haimbuchner stellt LINZ AG Bädern eine künftige Kooperation im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten in Aussicht

„Die Stadt Linz muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein“

Es wurde bereits ausführlich darüber berichtet, dass die LINZ AG Bäder zunächst eine Kooperation mit dem Familienreferat und der Sportunion hinsichtlich einer Schwimmkursförderung ablehnten, einige Monate später allerdings doch im Rahmen eines Antrags im Linzer Gemeinderat um Aufnahme in das Programm ansuchten. Nun erreichte Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner ein entsprechendes Schreiben, in dem um eine Förderung für alle stattfindenden 40 Intensivschwimmkurse angesucht wird. „Eine Förderung aller Schwimmkurse der LINZ AG Bäder würde das vorgesehene Budget des Projektes sprengen. Unser Förder-Projekt befindet sich noch in der Startphase, eine Ausweitung kann nur sukzessive erfolgen“, so Haimbuchner.

Ebenso wird im Schreiben erwähnt, dass 40 Prozent der Teilnehmer aus den Umlandgemeinden stammen und dies zu zusätzlicher finanzieller Belastung führen würde. Eine Behauptung, die bei Haimbuchner auf Unverständnis stößt: „Einerseits spricht es offenbar für das Angebot der Stadt Linz, man sollte sich freuen, dass das eigene Angebot so gut angenommen wird. Andererseits bedeuten mehr Besucher auch mehr Einnahmen. Das Angebot der Stadt Linz kostet pro Kind 186 Euro, das ist nun wahrlich kein Geschenk, und die zusätzliche Konsumation sowie die Mehreinnahmen durch Eintrittsgelder sollten sich eigentlich eher positiv als negativ auf die Finanzen der LINZ AG Bäder auswirken.“

Außerdem stellt Haimbuchner die Frage, wie es überhaupt zu einem derartig teuren Angebot seitens der Stadt Linz kommen kann: „186 Euro an Kursgebühren sind für mich nicht nachvollziehbar. Die Schwimmkurse des Landes kosten gesamt 90 Euro, der Selbstbehalt beträgt bei uns nur 25 Euro. Das ist ein signifikanter Kostenunterschied, der für die Linzer eine deutliche finanzielle Mehrbelastung darstellt.“

Dennoch stellt Dr. Haimbuchner den LINZ AG Bädern künftig eine Kooperation in Aussicht – dies allerdings erst nächstes Jahr, da die Förderung für dieses Jahr bereits zu Jahresbeginn fertig geplant wurde. „Trotzdem möchte ich noch gesagt haben, dass der Betrieb und die daraus resultierende finanzielle Belastung durch den Eigentümer, in diesem Fall die Stadt Linz, zu tragen sind. Es ist nicht die Aufgabe einer anderen Gebietskörperschaft, die Einrichtungen der Stadt Linz zu subventionieren“, betont Haimbuchner abschließend.